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Die Technik hinter Vakuum

 
Wie funktioniert Vakuum?
Das Prinzip der Vakuumpressung basiert nicht auf mechanischem, sondern atmosphärischem Druck. Der durch das Vakuum verursachte Unterdruck in der Presse resultiert in einer Druckdifferenz mit der Atmosphäre. Diese bewirkt einen Pressdruck von Δp = 0.95 bar, der von allen Seiten gleichmässig auf die Holzplatte wirkt.
  
Ohne Vakuum

Natürlicher Atmosphärendruck: patm

Druck in der Presse (Vakuum): ppress

Druckdifferenz (Pressdruck): Δp = patm - ppress

Presse vakuumiert

Natürlicher Atmosphärendruck: patm

Druck in der Presse (Vakuum): ppress

Druckdifferenz (Pressdruck): Δp = patm - ppress

Wie gross ist der Druck?

Der maximale Druck beträgt:

  • Δp = 0.95 [bar]
  • Δp = 950 [mbar/hPa]

Daraus resultiert eine Presskraft von:

  • F = 95 [kN]
  • S = 9.7 [t/m2]

Falls man sich diesen Druck als eindimensionale mechanische Kraft vorstellen möchte, würde die auf der Platte lastende Masse einem Betonblock von 3.8 m Höhe entsprechen.

Ist dieser Druck ausreichend?

Ja. Das bestätigen über 20 installierte Anlagen seit nun mehr als 10 Jahren.

Im Vergleich mit Hydraulik-Pressen die bis zu 50 t/m2 aufweisen, scheint die Kraft sehr gering zu sein. Die Unterschiede sind jedoch erheblich. Bei der hydraulischen Methode handelt es sich um eine eindimensionale mechanische Kraft, die sich nicht gleichmässig verteilt. Bei Vakuum handelt es sich um einen homogenen dreidimensionalen Druck.

Dies hat wichtige Folgen für die verleimten Platten:

Qualität der Leimfugen:
Hydraulikpresse
  • Mechanische Kraft (Eine Dimension)
  • Leimfugen ohne Druck
  • schlechte Verleimung
Vakuumpresse
  • Atmosphärendruck (Drei Dimensionen)
  • Alle Leimfugen mit gleichem Druck
Ebenheit der Platte:
Hydraulikpresse
  • Durchbiegung der Platte
  • Lücken müssen unterlegt werden
  • Teure Verankerung und Bodentraglast
Vakuumpresse
  • Druck lastet nur auf Platte
  • Garantierte Ebenheit
  • Presse wird nur wenig beansprucht